Saturday, December 18, 2010

Meditation on the Road [3/6]--Resonance

 (Continued from Previous Post)
Resonance
Huiwen Zhang
My description of Sonnet 2 as “a floating labyrinth beneath the tranquil surface” not only applies to the strategies and approaches of the poem, but also to the structure and dynamic of the broader context within which the poem resides and glides.
On the one hand, Sonnet 2 resonates with at least three texts by Rainer Maria Rilke (1875-1926), the German poet who decisively reshapes Feng Zhi’s view of life and poetry:
1.      “Der Auszug des verlorenen Sohnes”:
    Nun fortzugehn von alledem Verworrnen,
    das unser ist und uns doch nicht gehört,
    das, wie das Wasser in den alten Bornen,
    uns zitternd spiegelt und das Bild zerstört;
    von allem diesen, das sich wie mit Dornen
    noch einmal an uns anhängt – fortzugehn
2.      “Von der Landschaft”:
     So hatte man den Menschen empfunden zur Zeit, da man ihn groß malte; aber der Mensch war schwankend geworden und ungewiß, und sein Bild floß dahin in Verwandlungen und war kaum mehr zu fassen. Die Natur war dauernder und größer, alle Bewegung war breiter in ihr und alle Ruhe schlichter und einsamer. Es war eine Sehnsucht im Menschen, mit ihren erhabenen Mitteln von sich zu reden wie von etwas ebenso Wirklichem, und so entstanden die Bilder von Landschaften, in denen nichts geschieht. Leere Meere hat man gemalt, weiße Häuser in Regentagen, Wege, auf denen keiner geht, und unsäglich einsame Wasser. Immer mehr entschwand das Pathos und je besser man diese Sprache verstand, in desto schlichterer Weise gebrauchte man sie. Man versenkte sich in die große Ruhe der Dinge, man empfand, wie ihr Dasein in Gesetzen verging, ohne Erwartung und ohne Ungeduld. Und still gingen unter ihnen die Tiere umher und ertrugen wie sie den Tag und die Nacht und waren voll von Gesetzen. Und als der Mensch später in diese Umgebung trat, als Hirte, als Bauer oder einfach als eine Gestalt aus der Tiefe des Bildes: da ist alle Überhebung von ihm abgefallen und man sieht ihm an, daß er Ding sein will.
     In diesem Aufwachsen der Landschafts-Kunst zu einem langsamen Landschaft-Werden der Welt liegt eine weite menschliche Entwicklung. Der Inhalt dieser Bilder, der so absichtslos aus Schauen und Arbeit entsprang, spricht uns davon, daß eine Zukunft begonnen hat mitten in unserer Zeit: daß der Mensch nichtmehr der Gesellige ist, der unter seinesgleichen im Gleichgewicht geht, und auch derjenige nichtmehr, um dessentwillen Abend und Morgen wird und Nähe und Ferne. Daß er unter die Dinge gestellt ist wie ein Ding, unendlich allein und daß alle Gemeinsamkeit aus Dingen und Menschen sich zurückgezogen hat in die gemeinsame Tiefe, aus der die Wurzeln alles Wachsenden trinken.
3.     Briefe an einen jungen Dichter:
Nur der einzelne, der einsam ist, ist wie ein Ding unter die tiefen Gesetze gestellt, und wenn einer hinausgeht in den Morgen, der anhebt, oder hinaus in den Abend schaut, der voll Ereignis ist, und wenn er fühlt, was da geschieht, so fällt aller Stand von ihm ab, wie von einem Toten, obwohl er mitten in lauter Leben steht”
Letters to a Young Poet
Only the individual who is lonesome is like a thing placed under the fundamental law of Nature. And if such a one goes out into the morning that is just beginning, or looks out into the night that is full of happenings, and if he feels what happens there, all identity will fall from him, as if from a dead man, although he is standing in the midst of nothing but life.
(tr. Huiwen Zhang)
All these three texts by Rilke were translated and commented by Feng Zhi in 1931.  
On the other hand, the images and concepts of Sonnet 2 recur in Feng Zhi’s own work—his first and only novel Wu Zixu, composed immediately after the series of 27 sonnets.  By this ‘poetic narrative,’ Feng Zhi revisits the Chinese palimpsest—the ancient legend of Wu Zixu (?-484 BCE)—and transforms the popular story of revenge into an allegory of the wartime generation’s search for its home.  
In the climactic scene of the 5th chapter, “Zhao Pass,” the hero witnesses a ceremonial funeral of soldiers fallen abroad; an elegy sung by a shaman sends him into the double realm of life and death.  At that moment a complex echo of Sonnet 2 starts up, as Feng Zhi puts it:
Zixu sank into unconsciousness; his dreaming soul drifted with those of the dead to their far homes.  Only the whistle of the stream guided him on.  Inside he already became one with the dead, descending into the gloomiest and lowest depth.
The sunlight of the next morning drew him out of the depth like a long string. […] At that moment, Zixu, the caterpillar that barely survived his hazardous shedding, felt his old skin slough off at once—all so fast!
As he got through the Zhao Pass, Zixu felt his yesterdays fall from his body like withered leaves, piece by piece.  He sensed a fresh lightness he had never known.
In the forest beyond the pass, Zixu saw his own face in a pond.  Within just a few days his hair had turned grey so much, as if nature had performed a miracle on his body, prophesying that what even now seemed impossible could soon be realized upon earth.
(tr. Huiwen Zhang)

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